Aus der Heimat Nummer 10 Seite 11

http://georg.winkens.free.fr/giulio/10-0011.jpg

Titel

Aus der Heimat Nummer 10 Seite 11

Beschreibung

Zelle Pastetten Wir freuten uns; als uns die Post viele Dankesbriefe und Karten von Euch brachte; in denen Ihr uns mitgeteilt; daß Ihr das Päckchen gut erhalten habt und es Euch gefreut hat. Leider sind wieder einige Päckchen zurückgekommen;' da die Anschrift nicht stimmte. Wir haben vor Absendung der Päckchen nochmals alle Feldpostnum-mern durchgesehen und die neuesten Anschriften eingetragen; damit ja die Päckchen unsere Soldaten erreichen. Wir bnt-ten Euch; wer kein Päckchen; bekommen hat und wer die Zeitung nicht regelmäßig erhält; uns das mitzuteilen und die genaue Anschrift uns anzugebert. Allerhand hat sich im letzten Monat zugctragen;- was ich Euch alles berichten möchte. Urlauber kommen; andere kehren wieder zurück an die Front; ein paar Kameraden wurden neu Unberufen. Alt und jung lauscht den Berichten der Urlauber und ist bcgei-stert von den gewaltigen Taten; die vollbracht worden sind und auch weiter bis zum sicheren Sieg geschehen werden. An verschiedenen Berichten werdet Ihr sehen; wie die Heimgt mithilft; und gerne ihre .Opfer bringt. Neithofen. (Kundgebung der Partei.) Am 10. Oktober - fand im Stannersgal ein Bortrag des Gauredners Dr. Herbert Sinz statt. Der Redner beleuchtete in seinen Ausführungen den Plutokramnftaat England." Reithosen. Die NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freu-de" bereitete mit einem oberbayerischen Heimatabend den - Volksgenossen der Ortsgruppe große Freude. Des Stan-nersaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Iodler und Sängergruppen wechselten mit einem glänzenden.Ko-miker üb; über dessen Witze die Leute herzlich lachtsn. Dazwischen sorgte eine flotte Schrammelmusik für den musikalischen Teil und alle Anwesenden brachten durch reichen Beifall ihre.Freude zum Ausdruck. Ende Oktober setzte ein Schneefall ein; daß man glau-ben konnte; wir hätten nur mehr ein paar Wochen auf -Weihnachten. Ganz weiß war es draußen. Da kam der rbarme Südwind und von den Bäumen und Dächern tropfte das Wasser. Eiszapfen hatten sich schon an den Dachrinnen gebildet; aber auf Allerheiligen war alles wieder vorbei. Am 27. Oktober ludt die NSG. „Kraft durch Freude" unsere Iugend zu einem reizenden Puppenspiel in den Stannersaal ein. Das. ließen sich die Kleinen und die Großen nicht zweimal schaffen und kamen in dichten Scharen zum Spiel: „Hansel und Gretel" herbei. Pastetten; sWHW-Zenchensammlung.) Außer den hübschen Zeichen; wie sie an jedem Sammeltag verkauft werden; gelangten auch noch Sonderzusatzzeichen; Gruppen aus dem Festzug der Deutschen Kunst; in künstlerischen Zinnfiguren; zum Vertrieb. Mit Freude und Verständnis haben sich die Volksgenossen diese hübschen Abzeichen von bleibendem Wert erworben und außerdem haben sie ja für das WHW wieder ein Markl geopfert. ; .. - e Reithosen. Am 30. Oktober brachte uns der Tonfilm-wagen einen lebendigen Bildbericht vom gewaltigen sieg-reichen Feldzug in Frankreich; in dem wir Euer heldenmütiges Kämpfen und Siegen miterleben durften. Keiner; der pur irgendwie Zeit hatte; ließ sich diesen geschichtlichen Film entgehen. ' Pastetten. (Nationaler Spartag.) Die Volksgenossen von Pastetten und der dazugehörenden Ortschaft haben den Auf ruf: „Deutsches Volk; Deine Spareinlagen sind die Waffen der Heimat" sehr wohl verstanden. Fast jeder; der fein Sparkonto bei der Spar- und Darlehenskasse hat; hat den natioalen Spartag nicht vorübergehen; lassen; ohne eine kleine oder große Spareinlage zu betätigen. .Ip der Schule wurde der Spartag ebenfalls nicht vergessen. Die Kinder wetteiferten untereinander; wer das meiste Geld spart. Da hat sich einer mit dem Verkauf seiner Schafe 100 Mark erspart; ein anderer hat sich mit seinen Gan-serln 25 Mark verdient und so erreichten die Einlagen eine schöne Höhe.' Wiederum ein/erfreulicher Beweis für das Vertrauen der Bevölkerung zur Wirtschaftsführung. Pastetten. (Sammlung für die Kriegergräber.) Wie all- -jährlich am Allerfeelentag; sammelten die Schulkinder bei den Volksgenossen ein Scherflein für die Kriegergräber. Wo sie hinkamen bekamen sie eine Spende und so konnte die Summe; von 22;53 Mk. an die Ortsgruppe Erding uberwksen werden. - Reithosen. (Versammlung.) Eine Versammlung und Ver-anstaltüng rollte nach der anderen ab. Diesmal sprach in der Kundgebung der Ortsgruppe der NSDAP. Gauredner' Iohann Hofmann; München; über: „Mit unferen Fahnen ist der Smg". Nach der Begrüßung durch den Ortsgrup-penleiter Bürgermeister Berger; führte der Redner folgendes aus: „Das Alte stürzt; es ändern sich die Zeiten; es beginnt aus den Ruinen ein neues Leben. Der Führer war für den Frieden. Um einen daüerhaften Frieden zu schaffen; mußte der Schandvertrag vernichtet sein. Der Führer bot Garantien an. Das Weltjudentum wollte aber-den Krieg und die endgültige Vernichtung Deutschlands. Erst wenn das Plutokratentum in England vernichtet ist; dann ist der Friede in Europa; garantiert." In weiteren Ausführungen sprach der Redner über Spionage; Kriegs-kameradschaft und über das Opfer. Wir spenden -alle noch wenig gegen has Opfer des Soldaten; das er draußen im Kampfe bringt und deshalb sollen wir nicht ermüden zu opfern; denn an dem Opfer zeigt sich die wahre Volks-gemeinschaft. Mit den Worten: „Führer' befiehl! Dein Volk das folgt Dir! Am deutschen Wesen wird einst die ganze Welt genesen!"; schloß der Gauredner feine aufrüt-telnden Ausführungen. Lebhafter Beifall bekundete die verständnisvolle Aufnahme der Ausführungen. Pastetten. (Todesfall.) Frl. Elisabeth Huber; 48 Iahre alt; ist an einem über ein Iqhr dauerndem Leiden; am 4. November sanft entschlafen. Ein großes Trauergefolge gab der Verstorbenen auf ihrem Wege ein ehrendes Geleite zur- Ruhestätte; Reithosen. (Unglücksfall.) Unser Bürgermeister wollte am Wagen des Bauern Meier in Harthofen ein abgedanktes Militärpferd; das sich; losgerissen ^atte; wieder einspannen; wurde dabei aber von dem widerspenstigen Gaul mit dem Huf ins Gesicht geschlagen;; sodaß die Oberlippe quer gespalten war. Dabei wurden die Zähne locker und der Blutverlust war nicht gering. Er mußte nach München ins Krankenhaus gebracht werden und wurde dort an der Oberlippe genäht. Unser Bürgermeister ließ sich aber nicht unterkriegen und am übernächsten Tag ging er schon wieder; seiner Feldarbeit nach als wäre nichts gewesen. So ist halt ein alter Soldat. " Pastetten. (Geburt.) Am 9. November mußte die Gastwirtsgattin Frau Therese Winker zur Entbindung müdem Sanitätsauto nach München gebracht werden; Es ging alles gut vorüber und ein gesundes Mädchen ist ange-konmnen. " ' 1 ; 11

Urheber

NSDAP Kreisleitung Erding

Quelle

Geschichtswerkstatt Dorfen

Verleger

Erding : Lippl

Datum

12/1940

Beziehung

Typ

Zeitschrift

Identifikator

130

Sammlung

Schlagwörter

Zitat

NSDAP Kreisleitung Erding, “Aus der Heimat Nummer 10 Seite 11,” Onlinearchiv zur NS-Geschichte im Landkreis Erding, accessed 18. August 2022, https://erdinggeschichte.omeka.net/items/show/2911.

Social Bookmarking