Postkarte von Dunja Jarowa aus Lengdorf

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Titel

Postkarte von Dunja Jarowa aus Lengdorf

Beschreibung

Postkarte von Dunja Jarowa an ihre Eltern. Ihre Schwester war ebenfalls gezwungen beim Nachbarbauernhof zu arbeiten. Anfang 2021 kam ein Kontakt mit der Tochter zustande, die in der Ukraine lebt. Beide Zwangsarbeiterinnen sind nach dem Krieg in ihre Heimat zurückgekehrt.

Hinweis: Die Karte durchlief die Auslandszensur in Berlin (Stempel "Ab"), obwohl sie mit 6 Pfennige als Inlandspostkarte galt (besetzte Ostgebiete).

Vorläufige Übersetzung

Einen schönen Tag meine liebe Eltern, meiner Mutter und meiner Schwester Nadja und meinem kleinen Bruder Kolya. Als erstes will ich schreiben zu sagen, dass ich am Leben und gesund bin, und gleich will ich euch ein gutes Leben und die beste Gesundheit für Mutter wünschen. Mutter, ich habe gehört, dass Kulbidka tot ist. Ich habe so viel geweint, als ich hörte Typhus geht um. Und ich habe von dir nichts gehört …. Luba hat einen Brief von Vater bekommen. Bitte gib mir eine Antwort, wieso ich keinen erhalten habe. … schreib mir in einem Tag oder zwei. Hast du ein kleines Paket bekommen, das ich geschickt habe, Mutter? Wie hast du Weihnachten gefeiert? Schreib mir, was zieht Nadia zur Arbeit an? Ich habe euch eine Mundharmonika geschickt und ich weiss nicht, ob ihr sie erhalten habt oder nicht. Bitte antworte mir so schnell wie möglich.

Quelle

Dietmar Schmitz

Datum

11/1943

Typ

Postkarte

Identifikator

771

Zitat

“Postkarte von Dunja Jarowa aus Lengdorf,” Onlinearchiv zur NS-Geschichte im Landkreis Erding, accessed 28. Juni 2022, https://erdinggeschichte.omeka.net/items/show/3553.

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